Was die TEN nicht ist....

  • Die TEN muss als eigenständiges Medizinsystem klar von 'konventioneller Naturheilkunde' und 'Schulmedizin mit natürlichen Mitteln' differenziert werden.
  • Sie ist kein Sammelgefäß von diagnostischen bzw. therapeutischen Methoden. Entscheidend dafür, ob eine Methode der TEN zugerechnet werden kann, ist das im Link "Was ist die TEN?" beschriebene Denk- und Arbeitsmodell der TEN – nicht die Methode selbst. Wenn Methoden, die auch in der TEN üblich sind, entsprechend schulmedizinischer Krankheitslehre angewendet werden, ist das konventionelle Naturheilkunde, aber keine TEN!
  • In der TEN ist es nicht möglich, nur aus dem Krankheitsnamen eine Therapie abzuleiten. Die TEN arbeitet nicht indikationsorientiert! Fragen wie "Was kann man naturheilkundlich bei Rückenschmerzen machen?" oder "Wie behandelt man in der TEN Morbus Crohn?" sind nicht zu beantworten, wenn man die Symptome nicht nach den darin erkennbaren, individuellen humoralen Qualitäten aufschlüsselt und die Therapie danach ausrichtet.
  • Eine Empfehlung wie: "Bei Durchblutungsstörungen gibt man Ginkgo biloba" ist "Schulmedizin mit natürlichen Mitteln", aber keine TEN. Das gleiche gilt für die Aussage "Kapuzinerkresse ist ein pflanzliches Antibiotikum" oder "Agnus castus stimuliert die Gestagen-Produktion". Wenn man in Kategorien wie "Hormon",  "Krankheitserreger", oder Blut- und Histologiebefunden denkt und arbeitet (um nur einige Beispiele zu nennen), betreibt man vom Wesen her Schulmedizin – selbst wenn man es mit homöopathischen Mitteln macht.
  • Die/der TEN-Therapeut/in muss das indikationsbezogene, organotrope, wirkstoff-, und laborwertorientierte Denkmodell verlassen, um authentische TEN machen zu können. Das Befinden ist genauso wichtig wie der Befund.

Diese Punkte können gar nicht deutlich genug gesagt werden, denn es gibt leider starke Interessen, die TEN als Sammelgefäß für alles zu machen, was nicht der TCM, der Homöopathie oder dem Ayurveda zuzuordnen ist.

Und das geht gar nicht...!